müller + sohn aktuell
Faszination Ursprünglichkeit - Holz ist Ursprung und Geschichte
Neben Metall nimmt Holz seit Menschengedenken einen ganz besonderen Stellenwert ein, das nicht nur durch seine Natürlichkeit besticht. Ob Birke, Esche, Wenge oder Zebrano – Echtholz im Innenausbau wirkt warm und emotional und bildet einen spannenden Kontrast zu Keramik und Metall. Die große Vielfalt an Holzarten und die Individualität von Holzflächen macht diesen Rohstoff so attraktiv. Aber eines hat uns Menschen beim Umgang mit diesem eigentlich alltäglichen Material schon immer ganz besonders bewegt: Holz erzählt Geschichten – von seiner Herkunft, seinem Wachstum, seiner handwerklichen Verarbeitung und schließlich seiner Nutzung, wenn es in die Jahre kommt. Holz zeugt so von Ursprung und Vergänglichkeit.
Bild links: Die Gestaltung mit Holz im Innenbereich schafft eine besondere und natürliche Atmosphäre.
Bilder unten: Hochwertige Hölzer aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern werden sorgfältig für die Weiterverarbeitung ausgewählt.
Klimaschutz inklusive
Während seines Wachstums speichert jeder Baum das Treibhausgas CO2 in Form von Kohlenstoff. Sauerstoff wird als Teil der Fotosynthese wieder abgegeben. Wird ein Baum für den Hausbau, ein Möbelstück oder als Fensterrahmen weiterverarbeitet, bleibt der Kohlenstoff im Holz gespeichert: In einer Tonne Bauholz sind so etwa 510 Kilogramm Kohlenstoff enthalten.
Folgt die Holznutzung dem Prinzip der Nachhaltigkeit, entstehen durch die Nutzung keine Schäden für unsere Wälder: Es wird nicht mehr Holz geerntet als nachwächst. Gesunde, junge Bäume ersetzen die in die Jahre gekommenen. Somit ist Holznutzung auch Umweltschutz. Ökologisch produziertes Holz erkennt man an den beiden international anerkannten Zertifikaten PEFC oder FSC. Beide Siegel garantieren eine nachhaltige Forstwirtschaft und einen ressourcenschonenden Ursprung.
Natürliche Wertigkeit im Haus
Kaum ein anderes Material ist so ursprünglich und vielseitig wie Holz. Ob heimische Hölzer etwa zu massiven Möbeln verarbeitet werden oder besonders edle Hölzer als Furnierholz sparsam zum Einsatz kommen, immer gilt: Der Umgang mit Holz ist stets Handwerk geblieben. Von der Auswahl und Lagerung des Rohmaterials bis hin zum eigentlichen Einsatz, sind Erfahrung und handwerkliches Können gefragt. Welches Holz eignet sich am besten für welchen Zweck? Wie lässt es sich am besten verarbeiten? Wie reagiert es, wie lebt es, wenn es z.B. als individuelles Möbelstück oder als Parkett zum Einsatz kommt?
Bei der Furnierherstellung bringen unterschiedliche Schnitttechniken die Struktur des Holzes in vielfältigster Form zur Geltung. Zum Möbelstück verarbeitet, bekommt Holz plötzlich skulpturale Qualitäten. Im Nassbereich, wo Holz warme, natürliche Akzente setzt, spielt es mit dem, was es ausmacht: Seinem Ursprung und seiner Verarbeitung. Birke aus den kühlen nordischen Ebenen Skandinaviens, Eiche aus dem europäischen, nördlichen Laubholzgürtel oder Zebrano aus der Äquatorialzone Westafrikas – von gekonntem Handwerk in Szene gesetzt.
Überlegener Rohstoff
Holz ist dabei nicht nur ein schönes Material, sondern auch ein besonders nachhaltiges: Bei der Gewinnung und Verarbeitung wird weniger Energie benötigt als bei anderen Rohstoffen. Holz ist vollständig wiederverwendbar und belastet damit auch am Ende seines Lebensweges die Umwelt nicht.
Bilder oben: Mit einem speziellen Verfahren können Furniere dreidimensional verformt werden, ohne dass sie reißen. Mit 3D-Furnieren werden stabile, belastbare und biegfeste Formen erzielt. Dabei bleiben die Holzstruktur und das Furnierbild erhalten.
Birke: Herkunft: Ganz Europa. Dieser Baum verfügt über einen reinen Wuchs, eine reine Farbe und ist mit feinen Jahresringen ausgestattet.
Die Textur variiert von schlicht über bunt bis geflammt.
Wenge: Herkunft: Westafrika. Wenge ist sehr dekorativ mit seinen groben Poren, die helle oder dunkle Füllungen aufweisen. Leicht schimmernd sind Markstrahlen erkennbar.
Esche: Herkunft: Ganz Europa. Die Esche ist durch ihre deutlich sichtbaren Jahresringe und gestreiften Zeichnungen von besonders ausdrucksvoller Struktur.
Zebrano: Herkunft: Äquatorialzone Westafrikas. Die feine, graubraune bis dunkelbraune Streifenzeichnung setzt edle Akzente.
Bild unten: Schlichte Geradlinigkeit, gepaart mit fließenden Übergängen.
Klare Formen aus Nussbaum schaffen ein Spannungsfeld aus Ruhe und Eleganz.


